|
|
Willkommen auf unserer Seite
|
|
||||||||||||
|
* * *
* * *
* * *
|
Seine eigenen Bücher finden Sie auf dieser Seite weiter unten . Das ist mein Leben Die Zeit wandelt sich in die Vergangenheit in die Gegenwart in die Zukunft in den Jahren die vergehen die wieder kommen und wieder gehen Die Zeit ist atemlos, pausenlos sie geht sie kommt sie bleibt nicht stehen Ich habe wieder und wieder gesehen wie oft sie kam wie oft sie ging bis ein Jahr verging bis ein neues beginnt Der Mensch vergeht während die Zeit hin und her geht Ich stehe da als Mensch fühle mich verlassen von dieser Zeit diesem Dauerwanderer Ich drehe mich um ich bilde mir ein ich bin dabei zu rechnen zähle und zähle zehn tausende von Jahren sind hinter mir Wenn ich nach vorne schaue höre ich auf zu zählen Die Zeit drängt mich sie wahrzunehmen in dem Moment in dem ich gerade bin Und das ist mein Leben!
M.H. Allafi 18.12.2011
Ich bedauere es! Ich will nicht dich erziehen manipulieren auch nicht umstimmen dich quasi dazu bewegen dass du irgendetwas unternimmst, bevor es zu spät ist.
Deine Augen öffnest, die Brille, die die anderen dir, dir, dir... aufgesetzt haben, empört, empört, empört... zur Seite wirfst.
Nein, ich will all dies nicht!
Weißt du, warum?
Ja, richtig, weil ich es nicht kann!
Weißt du, warum?
Weil dich, dich, dich... von mir die eiserne Wand, die Unwahrheit heißt, trennt!!
Ohne es zu wissen, ohne es zu merken.
Die sanften, die wahren Worte prallen ab an dieser Wand.
Klirrend fallen sie zu Boden.
Werden zertrampelt oder überfahren vielleicht staubgesaugt womöglich abgewischt je nach dem wo wir uns befinden!
Du, du, du... gehst allein einsam auch wehrlos deinen Weg, obwohl ihr so viele seid.
Ich schaue nur zu, dabei schreie ich:
Ich bedauere es!!!!
Du, du, du... nimmst keine Stimme wahr da alle gleichzeitig reden ohne zuzuhören.
Ich schreie noch einmal:
Ich bedauere es!!!
M.H. Allafi 19.10.2011
Der Mensch ist umfassend! Es ist traurig M.H. Allafi
Froh sei dein Nohruz Froh sei dein Nohruz Heute ist Nohruz Morgen soll auch Nohruz sein Dein Leben soll Nohruz sein Denn Nohruz ist das Fest der Freude und des Frohsinns Liebe und Versöhnung Aufwachen und Arbeit Froh sei dein Nohruz Heute ist Nohruz Morgen soll auch Nohruz sein Dein Leben soll Nohruz sein Denn Nohruz ist das Fest der Freundschaft und Versöhnung der Verjagung des Hasses der Reinigung des Herzens Froh sei dein Nohruz Heute ist Nohruz Morgen soll auch Nohruz sein Dein Leben soll Nohruz sein Denn Nohruz ist das Fest der Festlichkeit Der Toten wird feierlich gedacht, sie sind die Vergangenheit Die Kinder werden gepriesen, sie sind die Zukunft Froh sei dein Nohruz Heute ist Nohruz Morgen soll auch Nohruz sein Dein Leben soll Nohruz sein Denn Nohruz ist das Fest der Sonne und des Lichts das Ende der Finsternis Die Liebe scheint unendlich Ihr wisst es bestimmt auch Heute ist Nohruz Tanz und Gesang ist angesagt Behaglichkeit und Lebenslust Freundschaft und Versöhnung Dankbarkeit und Achtsamkeit Lust und Liebe bis ins Jenseits des Lebens Kommt, Halten wir einander die Hand Heute ist Nohruz Morgen soll auch Nohruz sein Froh sei dein Nohruz M.H. Allafi Nohruz 2009
Neujahrsgruß 2009
Das geht mich nichts an Ist der
Millionär, der Milliardär, M.H. Allafi
Das Schockierende an der so genannten Grass-Debatte ist aus meiner Sicht, dass man in ihrem Verlauf immer wieder mit den Spuren von Lüge, Neid, Leid und Selbstmitleid, einer medialen Vermarktungsstrategie wie auch der Sinnentleerung der intellektuellen Diskussion, ja, mit der wachsenden der Armut des kritischen Bewusstseins konfrontiert wird. Welche Relevanz hat Grass’ spätes Eingeständnis wirklich? Gleich, ob Sie von dieser Debatte angesteckt sind oder nicht – sofern die heutigen Belange der Menschen im Weltmaßstab für Sie von Bedeutung sind, schauen auf das nachfolgende Gedicht, wenn Sie mögen. M.H. Allafi Frankfurt/Main
Lassen wir neues Gras über Grass wachsen
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn ich in der Wüste lebe Wo die anderen wild grassieren Wo die Bomben fallen Wo zerschmettert wird
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn die frische Luft fehlt Wo das Wasser trüb ist Wo die müden Bäume nicht rauschen Wo man die Vögel nicht zwitschern lässt
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn ich stets Angst habe Wo ein Mensch daneben steht Wo er sich in die Luft bombt Wo Blut in Unmengen Gras überschwemmt
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn ich keinen festen Boden unter den Füßen habe Wo ich heute das eine bin, morgens das andere Wo ich barfuß im Regen stehe Wo die klirrende Kälte sich unverschämt durch meine Zellen zieht
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn der Tsunami wütetet Wo Grass und Gras durcheinander gewirbelt werden Wo die Arche Noah eine Rettung gewesen wäre Wo Hilferufe in den Himmel drängen
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn ich hinschaue Wo mein Blick auch hin reicht Wo ich auch hin gehe Wo ich auch stehe, das Gras ist verwelkt
Kommt Lassen wir neues Gras über Grass wachsen Uns für eine gute Zukunft Durch Weltoffenheit wappnen Denn es könnte zu spät sein Wenn wir mit Grass oder Gras Zu lange Zeit verschnaufen Die Gefahr besteht wirklich Dass uns die Ajatollahs irgendwann taufen
August 2006 Mit freundlichen Grüßen aus den Lehmhäusern Lass uns gemeinsam gehen Wohin auch immer Ach Mensch, der Mensch lebt nur ein Mal Ein kurzes Mal Lass uns für Frieden sein Und zwar überall! Das Leben hat Höhen und Tiefen Lass uns auf die Höhe steigen, genau dort laut schreien Das Leben ist kurz, Mensch, lass dich nicht hetzen von den Gehetzten, den Aufgeblasenen, den Irrtümern der Zeit Die Verlorenen, die alles verlieren lassen, sie stiften Kriege an Auf Kosten der Menschen, die sie entmenschen Sowohl die Tötenden wie die Getöteten, die Überlebenden Genauso wie Sieger und Besiegte Der flüchtige Moment wird dadurch zum grässlichen… Gleich, ob man in den Krieg zieht oder ihm fernbleibt Lass uns, Mensch, für Frieden sein Lass uns zum Menschen werden Zumindest annähernd Ich meine, dem Wesen des Menschen näher kommen! Lass uns verzichten auf die Dinge, die wir nicht brauchen Somit leichtfüßig durch das Leben ziehen Ich gebe meine ab, wenn sie auch nicht viel wert sind Gib du auch deine ab, Mensch! Komm, verabschieden wir uns von dieser Zivilisation, welche Barbarei auf dem Gewissen hat! Ich rede nicht von Persern, Römern und Griechen, auch nicht von Pharaonen, Ich rede von uns, von unserer Zeit Auch von diesen sauberen Männern mit Kragen und Manschetten Von den Damen Kostümiert, parfümiert, ganz elegant Du würdest mich fragen Sind sie etwa blutrünstig? Ich würde antworten: Keine Ahnung, Mensch! Vielleicht sage ich, ach Mensch, es ist eine schlechte Zeit In der für ein paar Barrel Öl Kinder getötet werden Meine Mutter weint, deine bestimmt auch! Sie haben uns verloren Wir haben sie verloren Die Diktatur wird mit Gewalt eingesetzt, mit Gewalt vertrieben, derselben Gewalt durch die gleichen Herren komisches Spiel, entsetzliche Regeln, nach denen Leute wie du und ich umkommen! Wir werden geschmort, zerfetzt und zerbombt So viel Energie, das ist mehr als das Öl Mensch, sie jammern in Nächten wie in die Tage hinein Sie seien knapp bei Kasse, ihre Autos führen nicht, wie Züge und Schiffe Flugzeuge düsten nicht mehr sowie die Raketen… Wie schön wäre es, Mensch, wenn das alles stimmte Komm verzichten wir auf Alles Damit wir ohne Last und sauber durch das Leben ziehen Wir werden schneller sein als diese Herren In meiner Petroleumlampe sind noch ein paar Tropfen Öl In meinem alten Kocher finden wir auch welches Die Nachbarn würden auch welches bringen Wir gießen es zusammen in einen Kanister, verpackt und verschnürt schicken wir ihn nach Washington Dort ist nämlich die Kälte ausgebrochen, es ist eiskalt Die Menschen und die Menschheit, allesamt erfrieren Unsere Kleider sind zerschlissen Sonst hätten wir sie mitgeschickt Komm, Mensch, unternehmen wir etwas! Vielleicht hören sie auf, das kurze Leben noch kürzer zu machen Ich hab noch ein paar Groschen Du hast bestimmt auch welche Wir sammeln einiges in den Straßen, von den Nachbarn Hoffentlich haben sie welches Wir gehen einfach betteln Legen wir zusammen und schicken es den Reichen In ihrem Weißen Haus Schreiben wir darunter Mit freundlichen Grüßen aus den Lehmhäusern M.H. Allafi im März 2003
Andere über ihn: "Der iranische Schriftsteller läßt seine Erzählfigur durch Frankfurt irren wie durch ein unbekanntes Labyrinth. Das ist mal komisch, mal rührend und oft auf eine herbe Weise poetisch. Allafis ironischer und sensibler Blick verwischt die Unterschiede zwischen Deutschland und Iran. Beide Länder vermitteln ihm offenbar nicht die einlullende Geborgenheit, die sich bei einer zu vertrauten Umgebung einstellen kann. Und bei dem einsamen Streuner in Frankfurt führt der Blick auf den Main zu der abgeklärten Einsicht, daß der Gegensatz zwischen Orient und Okzident manchmal aufgehoben wird..." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) "Allafi schildert in seiner Erzählung eine verwirrende Dreieckbeziehung. Die Unterschiede zwischen den Figuren, die aus dem Iran und der Bundesrepublik stammen, verwischen dabei zunächst bis zur Unkenntlichkeit, kommen dann unerwartet wieder zum Vorschein. (Allgemeine Zeitung-Alzeyer Anzeiger) "Alle Erzählungen verbindet eine Frage: Welche sozialen Konflikte begleiten die Modernisierung im Iran? Jäh aus der wohligen Traditionsverbundenheit gestoßen, gehen dort zahlreiche Familien nach heftigen Streit entzwei, schier unvereinbar erscheinen die Weltbilder der Generationen...." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) "Es geht nicht so sehr um die eigentliche Nationalität der Figuren im Stück, sondern vielmehr um ein bestimmtes Bild vom Orient und die Entwicklung der Veränderungen, betont Allafi, des seit 18 Jahren in Deutschland lebt." (Frankfurter Rundschau) "Was den einzelnen für sein Leben zeichnet - Allafi erzählt es völlig unspektaklär, nahezu tonlos, jedoch bei weitem nicht unbeteiligt und schon gar nicht kalt. Es ist die Distanz eines Kenners, der die Schäbigkeit und das Leid der ärmlichen Dasein aus der Gewöhnung erinnert. Allafis Natur - und Stadtbeschreibungen sind beeindruckend und von Sympathie getragen; überhaupt weiß der Autor mit atmosphärischen Eindrücken umzugehen." (Raimund Wördemann, Deutsche Welle) "Daß die Welt klein geworden ist, ist nur die halbe Wahrheit, die wir gerne für die ganze halten. Etwas von dem wiederzugeben, was nicht per Knopfdruck zu haben ist, hat sich der Soziologe, der seit 1978 in Deutschland lebt und in deutscher Sprache schreibt, für seinen ersten Roman vorgenommen ..." (FAZ Sonntagszeitung) "Einem Iran-Bild, das sich aus Sensationsnachrichten und Büchern wie Betty Mahmoodys `Nicht ohne meine Tochter` zusammensetzt, hält er (Allafi) die unspektakuläre, präzise Beschreibung alltäglicher Sorgen und Nöte einfacher Leute aus jener Region entgegen..." (Schwäbisches Tagblatt) Die letzte Nacht mit Gabriela. Roman Die Nähmaschine. Erzählung Es schneit im Zagros-Gebirge. Roman Seine Sachbücher: Ein Fenster zur Freiheit. 100 Jahre moderne iranische Literatur Islam, Gesellschaft und europäische Moderne Iran an der Schwelle zur Demokratie?
Der andere
Orient 21 Die selbstbewusste Iranerin Leyla will nichts mehr mit der legendären orientalischen Leyla und ihrer unerfüllten Liebe zu tun haben. Sie will sie selbst sein, nicht mehr und nicht weniger. Die Freiheit, die ihr dazu fehlt, nimmt sich die junge Frau einfach. Sie verliebt sich in Kaiwan, den aufgeschlossenen Arzt mit Herz und Verstand. Er erwidert ihre Liebe aus ganzem Herzen. Doch ausgerechnet als die beiden entgegen jeder Konvention und ungeachtet der Zeigefinger der islamischen Moralprediger eine wunderbare Nacht miteinander verbracht haben, erhält Kaiwan einen schicksalsschweren Anruf. Er muss Teheran sofort verlassen. Als er zurückkommt, ist keine Spur mehr von Leyla zu finden. Schließlich meldet sie sich eines Tages doch wieder, aber sie ist völlig niedergeschlagen und wie ausgewechselt. Verzweifelt bittet sie ihn, ihre Jungfräulichkeit wieder herzustellen, denn sie wird von ihren Eltern zu einer ungewollten Heirat gezwungen. Kaiwan kann das alles nicht fassen, aber Leyla verspricht ihm, sich eines Tages an diesen Männern zu rächen. So bleibt er zwischen seiner Liebe zu ihr und seiner Hilflosigkeit hin und her gerissen. Leyla aber scheint ihm für immer verloren und er versinkt in eine tiefe Trauer um seine verlorene Liebe. Bis ihm eines Tages einleuchtet, dass er von lauter Leylas umgeben ist. Es sind die modernen Leylas, die sich wie seine geliebte Leyla nicht mehr unterdrücken lassen, sondern die wie freie Menschen ihr Leben in die eigene Hand nehmen. Die Freiheit für die Leylas wird zur Schicksalsfrage für ihn und seine Freunde.
Diese Nacht ist so lang wie ein Leben ...
"...sieht der Autor die Menschen eingeklemmt zwischen einer öffentlich propagierten Moral, ihrer Armut und ihrem Konsumanspruch..." (Frankfurter Rundschau) "In diesem Roman begegnen die LeserInnen vielen sehr unterschiedlichen und interessanten Persönlichkeiten." (Listen) Gebundene
Ausgabe.
304 Seiten,
21,50 Euro Der
Journalist Hans ist aus der Beziehung zu der Lehrerin Gabriela ausgebrochen und
versucht nun, dem Sinn des Lebens in der islamischen Mystik auf die Spur zu
kommen. Während er sich nach innen wendet, schlägt Gabriela sich nun allein
durch das Großstadtleben. Ruhelos und immer auf Achse schließt sie sich der
Single-Gemeinschaft an, in der jede und jeder auf seine Weise den Sprung in ein
neues Leben sucht.
Die Nächte am Main Roman. Engl.
Broschur.
240 Seiten,
15,25 Euro. Hassan ist Hans, Hans ist Hassan, und beide lieben Gabriela. Es beginnt wie eine ganz normale Dreiecksgeschichte. Hassan sucht in Gabriela seine Freiheit, und sie erlebt in der Beziehung zu Hassan noch einmal eine verloren geglaubte Romantik. Als Gabriela ihn zum Abendessen nach Hause einlädt, stellt sich heraus, dass Hassan und Hans sich durch einen Zwischenfall auf dem Frankfurter Arbeitsamt bereits begegnet sind. Das ist der Anfang eines Lebens voller Fragen für Hans. Er, der Journalist, Hassan, zunächst Student, und Gabriela, die Lehrerin, führen eine aufregende Diskussion über die Geistlosigkeit der Zeit. Alle drei suchen einen Sinn in einem anderen Leben, das sich von dem allgemeinen unterscheidet. Doch als sie mit Hassan den Jahrestag seines achtzehnjährigen Aufenthalts in Deutschland feiern wollen, kommt es zum Eklat. "Der iranische Schriftsteller läßt seine Erzählfigur durch Frankfurt irren wie durch ein unbekanntes Labyrinth. Das ist mal komisch, mal rührend und oft auf eine herbe Weise poetisch. Allafis ironischer und sensibler Blick verwischt die Unterschiede zwischen Deutschland und Iran. Beide Länder vermitteln ihm offenbar nicht die einlullende Geborgenheit, die sich bei einer zu vertrauten Umgebung einstellen kann. Und bei dem einsamen Streuner in Frankfurt führt der Blick auf den Main zu der abgeklärten Einsicht, daß der Gegensatz zwischen Orient und Okzident manchmal aufgehoben wird..." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
ISBN 978-3-930761-02-9 Die junge Kurdin Nassrin flieht Anfang der 80er Jahre vor politischer Verfolgung in das revolutionäre Teheran. Nur halbherzig integriert sie sich in die extrem patriarchalischen Verhältnisse, die sie dort vorfindet. "Was in den Augenblickssensationen von Krieg, Terror und Morddrohungen untergeht... - diese von den Medien freigelassene Leerstelle füllt Allafi aus." (Frankfurter Rundschau)
Erzählung Schneidermeister Rahman aus der kurdischen Stadt Kermaschan ist stolz, dass die technischen Errungenschaften auch in seiner Werkstatt Einzug gehalten haben. Doch ihre Tücken werden ihm zum Verhängnis. Die Erzählung gibt Einblick in das gewandelte Leben der Menschen in Iran und das spannungsvolle Wechselspiel zwischen Tradition und Moderne. "In einer schäbigen Schneiderwerkstatt... bündelt Allafi seine Eindrücke vom technischen Fortschritt..." (Frankfurter Allgemeine)
Es schneit im Zagros-Gebirge Inhalt:
Sachbücher von M.H. Allafi: Die Geschichte der modernen iranischen Literatur
100 Jahre moderne iranische Literatur - drei Autorengenerationen Der andere Orient 13 236 Seiten, 24,60 Euro ISBN 978-3-930761-23-4 "Eine Ära geht zu Ende, es ist die Ära der alten Café-Erzähler, die von Teehaus zu Teehaus über das ganze Land die traditionellen Erzählungen wie jene aus tausendundeiner Nacht, die historischen Legenden wie die Geschichte von Hossein dem Kurden, Ssamad dem Klugen, die epischen Gesänge ... es ist die Ära der Großmütter, die von Generation zu Generation den Kindern mit spannenden Märchen und Fabeln traditionelle Weisheiten vermittelten, und es ist schließlich auch die Ära der gemütlichen Winterabende, an denen man einander Besuche abstattete, beisammen saß und der Erzähler mit der Autorität seines Alters den um den wärmenden Ofen Versammelten auswendig Geschichten und Legenden vortrug ..." Die moderne iranische Literatur ist mit der Geschichte der politischen Kämpfe für Freiheit und Menschenrechte verflochten und zugleich ist sie ein Versuch, die europäische moderne Literatur zu übernehmen. Modernisierung der Prosa und Poesie, die Entstehung des Dramas und der Romane sind wichtige Bestanteile dieses Unterfangens. Der Autor schildert die hundertjährige Literaturgeschichte in drei Generationen anhand anschaulicher Beispiele. Aus kritischer Perspektive beschreibt er einen langen Weg mit seinen Höhen und Tiefen. So verschafft der Band nicht nur Interessierten einen tiefen Einblick in die moderne iranische Literatur bis heute, sondern er ist auch für Leserinnen und Leser, die sich zum ersten Mal sich mit dem Thema befassen, gut verständlich und nachvollziehbar. Darüber hinaus ist er ein fundiertes Handbuch für Journalisten, Kulturschaffende, Verlage und Stiftungen, die sich mit der iranischen Literatur, ihren Autorinnen und Autoren vertraut machen möchten. Drei Autorengenerationen haben die iranische Literatur der letzten 100 Jahre geprägt. Den Repressionen eines autoritären Staates zum Trotz, der viele von ihnen jahrelang hinter Gitter brachte oder zur Emigration zwang, zeugen ihre Arbeiten von einem Streben nach individueller Freiheit und Emanzipation, das nicht zu brechen ist. Besonders die jüngere Autorinnengeneration erhebt Ansprüche auf ein Leben ohne Leiden und Zwang. Der Autor, der jahrelange Erfahrung mit der Vermittlung iranischer Literatur hat, gibt einen Überblick über die aktuelle iranische Literatur und die der vergangenen 100 Jahre, die über die höfische Dichtung hinausgewachsen das Streben nach Freiheit ausdrückt und so ein Spiegel der Verhältnisse ihrer Zeit ist. M.H. Allafi lädt ein, die wichtigsten iranischen Autorinnen und Autoren der Gegenwart kennen zu lernen, deren Leben und Werk er vor dem Hintergrund der sozialen Umwälzungen und der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen anschaulich macht. Mit Textauszügen von:Sadeq Hedayat, Ahmad Schamlu, Simin Daneshwar, Ahmad Mahmud, Huschang Golschiri, Reza Joulai, Esmail Fassih, M.R. Shafi Kadkani und anderen In den Übersetzungen von: Sabine Allafi, Claudia Stodte, Mohammad Jalali, Parviz Sadighi, M.H. Allafi
Der andere Orient 15 Freiheit, Menschenrechte und Demokratie
sind nicht mehr bloße Schlagworte. Sie sind heute aktueller denn je, sie sind
konkreter geworden und nicht mehr länger das Monopol einer Nation oder Region,
sondern weltweit und hautnah für immer mehr Menschen erfahrbar. Auch die
Menschen in den so genannten islamischen Ländern bilden hier keine Ausnahme.
"Daher ist die Rede von einem einheitlichen, für die eine Welt bedrohlichen
und für die andere Welt Heil bringenden Islam nicht einmal eine Legende."
M.H.
Allafi
zeigt, wie vielfältig der Islam ist und dass die islamischen Länder
keine geschlossene Einheit bilden, wie die Islamisten und ihre Gegner sie
propagieren.
Iran an der Schwelle zur Demokratie?
Der andere Orient 18
"Das Buch vermittelt einen
Einblick in die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre und stellt
die Ziele und Positionen der verschiedenen gesellschaftlichen und politischen
Gruppierungen dar."
Schon vor dem Irakkrieg ist die Weltöffentlichkeit auf
die Demokratisierung des Nahen und Mittleren Ostens aufmerksam geworden. Nach
der Besetzung des Irak durch amerikanische und britische Truppen und dem Sturz
eines der brutalsten Regimes unserer Zeit steht nun ernsthaft die Frage nach
der Art und Weise der Demokratisierung in der Region im Vordergrund. Iran als
bevölkerungsreichstes Land und zugleich als Geburtsort der ersten islamischen
Republik spielt dabei eine herausragende Rolle. Immer wieder haben die
Menschen hier gezeigt, dass sie eine freiheitliche Gesellschaftsordnung
anstreben. Diesen Willen haben sie in der Geschichte ihres Landes in den
vergangenen hundert Jahren zum Ausdruck gebracht - durch die Reformbewegung,
deren Erfolg ihnen kurzzeitig eine parlamentarische Demokratie bescherte,
durch die Revolution gegen eine Diktatur und in neuerer Zeit durch eine für
die Region beispielhafte Bereitschaft zur Akzeptanz demokratischer Spielregeln
wie zum Aufbau einer Zivilgesellschaft. Aus ihrem Kampf für Freiheit und
einmenschenwürdiges Leben hat heute die Mehrheit der Oppositionellen (und auch
die meisten der Islamisten ihre Lehren gezogen.
© M.
und S. Allafi |
Nalan -
|
||||||||||||